Geschichtliches & Aktuelles

Bombennächte

Da meine Mutter durch die schwere Arbeit in der Landwirtschaft viel krank war, bemühte sich mein Vater um Arbeit in der Stadt. Zu der Zeit war eine Stelle frei in der Reit- und Fahrschule in Stendal. Das war im Jahr 1938, ich war gerade 5 Jahre alt, meine jüngste Schwester wurde 1939 geboren. Insgesamt waren wir vier Mädchen. Dann kam der Krieg, mein Vater wurde eingezogen und starb schon 1941 im Lazarett an einer Gehirnhautentzündung.

 

Jetzt begann eine schwere Zeit für meine Mutter. Oftmals wurden wir des Nachts durch Fliegeralarm geweckt und wir mussten raus aus dem Bett, anziehen, Namensschilder umhängen und dann ging es in den Bunker, der war aber nicht vor der Tür, verschlafen trabten wir durch die Strassen, erst später verstand man, was die Mutter durchgemacht hat, denn mein Bruder, der sich mit 19 Jahren freiwillig zur Kavallerie gemeldet hatte, wurde in Stalingrad als Meldereiter eingesetzt und kam von einem Erkundungsritt nicht zurück. Das war der nächste Schicksalsschlag für meine Mutter

Gerda C.

 

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Friday the 18th. Verein Historisches Bevensen e.V.