Geschichtliches & Aktuelles

Auf dem Gutshof

Um Neuwedell lagen etliche Güter, als Eigentum oder gepachtet vom Adel. Diese tätigten alle notwendigen Einkäufe in der Stadt und hatten somit einen Status der Erhabenheit, Es wurde die Kopfbedeckung gezogen und gedinert! Gnädige Frau, gnädiger Herr! In der Kirche einen gekauften abgeteilten Logenplatz! Sie fuhren mit Porsche oder Maibach vor! Auch Landauer. Der Herr saß in jedem Gremium. Ferner Amtsperson in seinem Dorf. Die Leute bekamen Deputat und hatten ihre Kuh und Schweine im Stall. Aber viele wollten später fort – unsere Generation. Aber am Ende wählten sie doch den Herrn – weil Vater es befahl!?

Auf dem Gutshof gab es alles für den reibungslosen Ablauf auf einem reglementierten Großgrundbesitz. Eine Schmiede für Hufbeschlag und Maschinenreparaturen. Mobile Pferdeschmieden für Außeneinsätze. Es gab Ochsen und Pferdegespanne, alle Pflüge jeder Größe, alle Landmaschinen, Traktoren, Trägergeräte usw. Oft hatten die Güter auch Brennrecht – also auch eine Brennerei! Im Krieg pflanzten die Gefangenen Tabak an, der soll sehr ergiebig und starker Tobak gewesen sein.

Jeder auf dem Gut hatte seinen vom Herrn bestimmten Posten. Dieser mußte in Eigenverantwortung ausgeführt werden. Absolut! Sein Vorgesetzter, der Oberinspektor. Sein Stellvertreter der Inspektor. Dann gab es noch Hofgänger=Lehrlinge im ersten und zweiten Lehrjahr, dann die studierten Anwärter, Agronomen, oder auch Hilfskräfte des Inspektors. Dann gab es noch Futtermeister, Stallmeister, Deckmeister.

E.Stelter

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Friday the 18th. Verein Historisches Bevensen e.V.