Geschichtliches & Aktuelles

Erinnerungen vor Kriegsende

Ich erinnere mich noch sehr genau daran wie meine Schwester und ich in der Kindheit und Jugend oft unerlaubt schlachteten und im Anschluss einkochten. Hierbei durfte man sich nicht erwischen lassen. Schwarzschlachten stand unter Strafe und man konnte dafür ins Zuchthaus kommen. Kartoffeln haben wir in jener Zeit  in Kaffee gebraten da Fett Mangelware war.

Meine Schwester und ich mussten zur drei Kilometer entfernten Schule aber wir hatten ja nur ein Fahrrad. Eine von uns beiden fuhr dann immer vorweg während die andere ein Stück zu Fuß ging. Das Rad wurde dann von uns zwischendurch immer abgestellt und man ging selbst zu Fuß, so dass die zweite von uns das Rad irgendwann am Wegesrand aufnehmen konnte und das ganze wiederholen sich dann einige Male. So kamen wir beide in den Genuss, die Hälfte des Weges nicht laufen zu müssen. Im Alter von 14 Jahren war meine Schulzeit zu Ende. Da ich fürchtete das der Ortsgruppenleiter mich weit entfernt zur Arbeit verpflichten würde, suchte ich mir vorher Arbeit bei einem Landwirt in der Nähe und musste dort dann schwer in der Landwirtschaft arbeiten. Zu dieser Zeit war eine generelle Ausgangssperre ab 2000 Uhr. Mit Freundinnen ging ich dann hin und wieder tanzen und musste lediglich darauf achten pünktlich in meiner Unterkunft zu sein oder mich nicht erwischen zu lassen.

Irmgard L.

Mitgliedervorteile bei

Friday the 18th. Verein Historisches Bevensen e.V.